{"id":453,"date":"2025-04-30T19:15:48","date_gmt":"2025-04-30T19:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/holawa.de\/?page_id=453"},"modified":"2025-04-30T19:22:42","modified_gmt":"2025-04-30T19:22:42","slug":"gemeinschaft-und-unsere-grundsaetze","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/holawa.de\/?page_id=453","title":{"rendered":"Gemeinschaft und unsere Grunds\u00e4tze"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Gemeinschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir versuchen eine Balance zwischen individueller Freiheit und gemeinschaftlichem Zusammenleben zu finden, ohne dass Abh\u00e4ngigkeiten entstehen und streben daher eine konsensorientierte Gemeinschaft an, in der die Betonung auf Eigenverantwortung und Selbstst\u00e4ndigkeit liegt. So streben wir eine klare Trennung von Individualit\u00e4t und Gemeinschaftswohl an, um aus dieser Freiheit heraus, ganz bewusst ein freiwilliges, harmonisches Miteinander zu kreieren. Daf\u00fcr braucht es Vertrauen, Offenheit und die Bereitschaft zur kommunikativen Auseinandersetzung mit Kompromissbereitschaft. Dabei geht es nicht darum, sich einer Mehrheit oder einer Autorit\u00e4t zu unterwerfen sondern aus einer Gleichberechtigung einen Konsens zu finden, der vielleicht nicht immer den Idealvorstellungen des Einzelnen entspricht, aber mit dem jedes Mitglied leben kann, ohne sich ausgeschlossen oder \u00fcberstimmt zu f\u00fchlen. Um dies zu gew\u00e4hrleisten, braucht es klare und transparente Grunds\u00e4tze, auf die jede schwierige Entscheidungsfindung zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn keine einstimmige Entscheidung getroffen werden kann, sollte es zu einer Grundsatzentscheidung kommen. Eine Grundsatzentscheidung ist der kleinste gemeinsame Nenner. Dies ist weder eine emotionale noch eine rationale Entscheidung, sondern eine Entscheidung auf den Grunds\u00e4tzen, die jeder akzeptiert und f\u00fcr wichtig empfindet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Grunds\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Einzelne dient der Gemeinschaft, nicht andersherum.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Einzelne ist komplett unabh\u00e4ngig von der Gemeinschaft, nutzt die Dinge der Gemeinschaft und tr\u00e4gt zum Wachstum der Gemeinschaft bei<\/li>\n\n\n\n<li>Es entsteht keine Bindung an die Gemeinschaft und keine Verpflichtung durch die Gemeinschaft durch das Einkaufen in Haus, Land oder Investition.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein privater individueller Nutzen wird nicht von der Gemeinschaft getragen, auch wenn die Gemeinschaft davon profitiert. (siehe 2)<\/li>\n\n\n\n<li>Jeder sorgt f\u00fcr sich und sein Wohl als erstes, damit darauf das Wohl der Gemeinschaft aufbauen und sich mit dem individuellem Wohl verbinden kann.<\/li>\n\n\n\n<li>In der Miete enthalten sind die Kosten f\u00fcr Verbrauch wie Strom und Internet, aber keine Verpflichtung der Bereitstellung. Die Mietzahlungen sind nicht profitorientiert, sondern dienen zur Kostendeckung und als Ausgleich f\u00fcr get\u00e4tigte Investition (seitens der Grundst\u00fccksbesitzer)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>1. Vision<br>Die Gr\u00fcndung einer Konsensgemeinschaft freier und eigenst\u00e4ndiger Menschen, die sich bewusst daf\u00fcr entscheiden, in respektvoller Koexistenz miteinander zu leben. Unser Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Individualit\u00e4t, Selbstverantwortung und gemeinschaftliches Miteinander in Einklang stehen \u2013 ohne Abh\u00e4ngigkeiten, Besitzanspr\u00fcche oder Machtgef\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Grundprinzipien<\/p>\n\n\n\n<p>a. Eigenst\u00e4ndigkeit und Selbstverantwortung<br>Jede Person lebt hier aus einer Haltung der Eigenverantwortung heraus. Jedes Mitglied ist f\u00fcr das eigene Leben, Wohlergehen und Handeln selbst verantwortlich \u2013 emotional, finanziell und organisatorisch. Der Einzelne ist komplett unabh\u00e4ngig von der Gemeinschaft, nutzt die Dinge der Gemeinschaft und tr\u00e4gt zum Wachstum der Gemeinschaft bei.<\/p>\n\n\n\n<p>b. Freiwillige Gemeinschaft<br>Unsere Gemeinschaft ist freiwillig und basiert auf gegenseitigem Respekt, nicht auf Verpflichtung. Jedes Mitglied bringt sich aus freiem Entschluss mit den eigenen F\u00e4higkeiten und Ressourcen ein \u2013 zum Nutzen des Ganzen, nicht aus Pflicht.<\/p>\n\n\n\n<p>c. Keine Besitzverh\u00e4ltnisse an Grund und Boden<br>Das Grundst\u00fcck sowie die bestehenden H\u00e4user bleiben im Besitz der Gr\u00fcnder oder sp\u00e4ter einer treuh\u00e4nderischen Struktur, die der Gemeinschaft verpflichtet ist. So wird verhindert, dass es keine Machtkonzentration gibt und kein individueller Besitzanspruch die Gemeinschaft gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>d. Individuelle Wohnr\u00e4ume \u2013 kollektiver Raum<br>Jede Person oder Familie hat ihren eigenen, klar abgegrenzten Wohn- und Lebensbereich. Alle anderen Bereiche werden gemeinschaftlich genutzt und liegen in der Verantwortung der Gemeinschaft. Die Trennung dieser Bereiche sch\u00fctzt die Privatsph\u00e4re und schafft Klarheit. In der Miete f\u00fcr individuelle Wohnr\u00e4ume enthalten sind die Kosten f\u00fcr Verbrauch wie Strom und Internet, aber keine Verpflichtung der Bereitstellung. Die Mietzahlungen sind nicht profitorientiert, sondern dienen zur Kostendeckung und als Ausgleich f\u00fcr get\u00e4tigte Investition (seitens der Grundst\u00fccksbesitzer)<\/p>\n\n\n\n<p>3. Entscheidungsfindung (siehe Regelung zur Entscheidungsfindung)<br>Entscheidungen werden nicht durch eine Mehrheit getroffen, sondern auf der Grundlage von gemeinsam erarbeiteten Prinzipien und Konsensprozessen. Wo Konsens nicht m\u00f6glich ist, gilt: Keine Entscheidung ist besser als eine ungetragene Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Grundsatzentscheidungen bed\u00fcrfen einer sorgf\u00e4ltigen Reflexion, klarer Kommunikation und der Zustimmung aller Betroffenen. Prinzipien k\u00f6nnen angepasst werden, wenn alle Beteiligten dem zustimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Ein- und Austritt<br>Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt im Einklang mit den Grundwerten der Gemeinschaft. Dabei ist entscheidend, dass neue Personen die bestehenden Prinzipien mittragen k\u00f6nnen und wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Austritt eines Mitglieds besteht keine Verpflichtung der Gemeinschaft zur R\u00fcckerstattung von eingebrachtem Kapital, es sei denn, dies wurde im Vorfeld schriftlich vereinbart. Investitionen in pers\u00f6nliche R\u00e4ume geschehen auf eigenes Risiko, sofern nichts anderes gemeinschaftlich beschlossen wurde. Dabei bleiben bewegliche Objekte in Besitz des K\u00e4ufers. Umbauten bzw. nicht bewegliche Objekte gehen anspruchslos in den Besitz der Gemeinschaft \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Beitrag zur Gemeinschaft<br>Jedes Mitglied bringt sich nach eigenen M\u00f6glichkeiten und F\u00e4higkeiten ein. Dies kann durch Arbeit, Ideen, Organisation, Pflege von Raum, sozialen Austausch oder finanzielle Mittel geschehen. Es gibt keine Erwartungshaltung an spezifische Leistungen, wohl aber die Einladung, sich dem Gemeinsamen zu widmen. Idealerweise geschieht die Einbringung auf der Basis der Selbstst\u00e4ndigkeit und nicht auf Hinweis oder Wunsch der Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Wohl des Einzelnen \u2013 Wohl des Ganzen<br>Das individuelle Wohl ist Grundlage einer gesunden Gemeinschaft. Gleichzeitig steht das Wohl des Ganzen \u00fcber Einzelinteressen, ohne diese zu verletzen. Unsere Gemeinschaft ist jedoch nicht verantwortlich f\u00fcr das individuelle Gl\u00fcck oder Wohlergehen \u2013 jedes Mitglied tr\u00e4gt diese Verantwortung selbst. Die Gemeinschaft entsteht aus dem Einzelnen heraus und ordnet sich dem Gemeinwohl unter. Eigene Anspr\u00fcche stehen hinter dem Anspruch der Gemeinschaft. Ein privater individueller Nutzen wird nicht von der Gemeinschaft getragen, auch wenn die Gemeinschaft davon profitiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinschaft Wir versuchen eine Balance zwischen individueller Freiheit und gemeinschaftlichem Zusammenleben zu finden, ohne dass Abh\u00e4ngigkeiten entstehen und streben daher [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"class_list":["post-453","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/453","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=453"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/453\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":459,"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/453\/revisions\/459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/holawa.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}